DL4OCH Amateurfunk und Elektronik

April 1, 2015

Messungen am Baofeng GT3-Mark II

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Um es vorweg zu nehmen, ich bin mit meinem Baofeng UV-5R Plus voll und ganz zufrieden, abgehen von den Unzulänglichkeiten, die man in dieser Preisklasse erwarten kann. Ein S-Meter gibt es nicht wirklich und die Einstellung des Squelch ist egal. Alles zwischen Stufe 1 bis 9 ist eine Rauschsperre gleichen Pegels. Die Haptik, aufgrund des eckigen Gehäuses ist gewöhnungsbedürftig, aber für 30 Euro kann man auch nicht viel mehr erwarten.

Groß als echter Weiterentwicklung in dieser Geräteklasse wurde das GT3-Mark II angepriesen. Zugegeben, der Empfänger klingt wesentlich runder und auch die Modulation ist nicht mehr so „dünn“ wie bei seinem Vorgänger. Der Empfänger scheint auch empfindlicher zu sein. Leider gilt dies auch für jegliche Telemetriesignale im 433MHz-Band. Diese lassen bei jedem Datentelegramm die Rauschsperre öffnen. Dumm, wenn man eine Wetterstation in Betrieb hat und im 30 Sekundentakt berieselt wird.

Das war auch der Grund, warum ich mein GT-3 Mark II an den Messplatz gehangen habe. Messungen der Squelch-Schwellen habe ich mir erspart, da schon sendeseitig einiges nicht passt. Ein Funkgerät soll eine Unterdrückung von Nebenwellen von 60dB haben. Dieser Wert wird leider fast nie erreicht. Ein weiteres Problem ist die Empfangsbandbreite: Sie beträgt 13 kHz, egal ob FM, oder FM-N gewählt wird. Das passt zwar wunderbar für die neueren Schmalband-Relais, aber die alten 25kHz-Relais lassen den Klirrfaktor in die Höhe schnellen.

Ich gebe weder eine Empfehlung, noch rate ich von dem Gerät ab. Hier sollte sich jeder selbst Gedanken machen.

Messdatum:        29.09.2014
Messmittel:        R&S CMT52 Funkmessplatz
Tektronix 2710 Spektrum-Analyser
Rigol DSA815-TG

 

UUT:                     Baofeng GT3-Mark II #28020901GT303122

I. Messung der Nebenaussendungen

I.I. 144 MHz low-power

gt3_144_low

 

I.II. 144 MHz high power

gt3_144_high

I.III 435 MHz low-power

gt3_70cm_low

I.IV. 435 MHz high-power

gt3_70cm_high

 

II. Messung des Hubs (Soll: 2.5 kHz für NFM und 5 kHz für FM)

Band Mod. Hub
145 MHz FM 4,93 kHz
145 MHz N-FM 2,44 kHz
435 MHz FM 5,54 kHz
435 MHz N-FM 2,62 kHz

III. Messung dem Empfangsbandbreite. Hier gibt es keinen Unterschied zwischen N-FM und FM:

13 kHz Bandbreite -0,7 kHz Versatz

IV.: Messung des Klirrfaktors bei Empfang:

Hub Klirrfaktor
2,5 kHz 1,35%
5,0 kHz 2,28%

V.: Messung der Eingangsempfindlichkeit für 20 dB SINAD

Band Pegel
145 MHz -120,9 dBm
435 MHz -122,0 dBm

 

 

(C)2015 DL4OCH

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