DL4OCH Amateurfunk und Elektronik

Januar 14, 2015

Ein 10 MHz Chebychev-Filter

Filed under: Bauprojekte,Zeitnormale — DL4OCH @ 9:25 pm

Wenn wir das Signal eines selbst gebauten Frequenznormals nutzen wollen, dann haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder wir leben mit einem digitalen Signal und dem Lattenzaun der damit verbunden ist, oder wir nutzen ein vernünftiges Filter um daraus wieder ein Sinus-Signal zu machen.

Hier bietet sich ein Chebychev-Filter an. Zum einen brauchen wir sehr wenig Bauteile, zum anderen nehmen selbst renommierte Hersteller diese Filter als passende Lösung.

10MHz_TPF_SP

Die Bauteile sind nicht ideal, sondern nur verfügbare Werte der herkömmlichen Lieferanten. Generell vermeide ich es, Exoten bei Standart-Bauteilen zu verwenden. Für reproduzierbare Ergebnisse, wickele ich hierfür auch keine Spulen. Das würde vielleicht ein paar Cent sparen, macht den Nachbau aber unsicher.

Da 10 MHz unkritisch sind und eine Platinenfräse immer noch im Reich des unerschwinglichen ist, nutze ich die „Brutalo“-Version. Hierfür wird die Platine mit einer einfachen Säge geschlitzt. Die Unterbrechungen für die Bauteile in Reihe mache ich dann einfach mit einen kleinen Schraubendreher. Nicht elegant, aber Kosten optimiert und funktional.

10MHZ_Stahl

Das Ergebnis ist ein Filter mit einem normgerechten Sinus-Signal für weniger als 5 Euro., mit dem die meisten Messgeräte problemlos arbeiten. Zumindest fressen mein R&S CMT52, mein Racal Dana 1999 und mein Rigol DSA das Signal. Nur mein Siglent SDA1025 mag das nicht. Unter 50mW Sinus macht der überhaupt nichts. Aber laut einiger Videos auf YouTube ist das wohl normal. Hierfür wurde ein kleiner Verstärker mit einem MMIC gebaut.

10_MHz_Che_Filt

vy73 de Wilm,
DL4OCH

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